Magnetfeld-Therapie

Bitte beachten SieIm Zusammenhang mit der Darstellung medizinischer Behandlungsmethoden stellt die deutsche Rechtsprechung strenge Anforderungen an Richtigkeit, Eindeutigkeit und Klarheit der Aussagen. Dem Bundesgerichtshof zufolge kann ein hinreichender wissenschaftlicher Wirksamkeitsbeleg von medizinischen Behandlungsmethoden in der Regel nur erfolgen durch eine randomisierte, Placebo-kontrollierte Doppelblindstudie mit adäquater statistischer Auswertung, die durch Veröffentlichung in den Diskussionsprozess der Fachwelt einbezogen worden ist (BGH 2013, Az. I ZR 62/11). Eine solche Studie liegt bezüglich der Magnetfeld-Therapie meines Wissens bisher nicht vor bzw. ein Erfolg der Magnetfeld-Therapie kann ausdrücklich nicht garantiert werden!

Die Magnetfeldtherapie (= MFT) gilt als ein natürliches Behandlungsverfahren und beruht mutmaßlich auf den biologischen Veränderungen, die durch die Induktion eines pulsierenden Niedrigfrequenz-Magnetfeldes in den  Geweben des menschlichen Organismus entstehen. Die Durchlässigkeit der Zellmembranen soll gesteigert- und so der Stoffwechsel bzw. die körpereigenen Regelmechanismen beschleunigt werden.

Veröffentlichungen beschreiben inzwischen die positive Wirkung der Magnetfeldtherapie insbesondere auf dem Gebiet der Knochenheilung, bei Beschwerden des Bewegungsapparates, der Prävention und Regeneration sowie zur Schmerzreduktion bei degenerativen Gelenkerkrankungen.

Wirkungsweise der Magnetfeldtherapie

Die Verwendung magnettherapeutischer Anwendungen ist in der Regel an allen Körperteilen und für alle Altersgruppen (ab einem Lebensalter von 3 Jahren) möglich. Durch Einwirkung niederfrequenter magnetischer Wechselfelder können auf zellulärer Ebene elektrische Spannungen erzeugt werden. Diese sollen die Gewebsdurchblutung und –Sauerstoffversorgung verstärken, was wiederum auf eine Steigerung des metabolischen Umsatzes, der Nährstoffsituation im betroffenen Körperteil sowie auf die Verbesserung von Heilungs- und Regenerationsprozessen abzielt. Die pulsierende Niedrigfrequenz-Magnetfeldtherapie wird in meiner Praxis bei einer ganzen Reihe gesundheitlicher Beschwerden eingesetzt, wobei grundsätzlich die sechs nachfolgenden Heileffekte erzielt werden können:

  •         schmerzlindernd (= analgetisch) 
  •         muskelentspannend (= relaxierend)
  •         abschwellend (= antiödematös)
  •         gefäßerweiternd (= vasodilatierend)
  •         Stoffwechsel beschleunigend und entgiftend
  •         heilend/regenerierend/entzündungshemmend/antirheumatisch 

Über die verwendeten Applikatoren unseres MFT-Gerätes können Magnetfeldstärken bis 51 Millitesla (ca. 1000-fach stärker als das natürliche Erdmagnetfeld) erreicht werden. In der hier verwendeten Betriebsart für medizinische Dienstleister verfügt das Gerät über 4 Ausgänge, 10 Intensitätsstufen und Zeitintervalle sowie 108 Programmeinstellungen im Frequenzumfang von 1- 162 Hertz.

  •         Niedrige Frequenzen ( 1 – 10 Hz): voraussichtlich analgetisch und muskelrelaxierend
  •         Mittlere Frequenzen (10 – 15 Hz): vorraussichtlich, vasodilatierend, abschwellend
  •         Höhere Frequenzen (15 – 25 Hz):  voraussichtlich stimulierend, heilungsfördernd, entgiftend
  •         Hohe Frequenzen      (26–162 Hz):   vorraussichtliche Entgiftung, Regeneration und Heilung (z.B. Falschgelenk, Wundheilungs- und    Frakturenheilungsstörung, Verbrennungen)

Anwendungsgebiete

  •         Degenerative Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates (Arthrose der Wirbelsäule, Schultern, Ellenbogen, Hand-/Fingergelenke, Hüften, Knie- und Fußgelenke, Zehen)
  •         Bandscheibenveränderungen (Vorfälle oder Protrusionen)
  •         Sportverletzungen  wie Prellungen, Verstauchungen, Überdehnungen, Muskel-/Sehnenzerrung
  •         Schleimbeutelentzündungen und Kapsel-/Bandläsionen
  •         Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und Fibromyalgiesyndrome
  •         Psychosomatische Krankheitsbilder und allgemeine Schmerzzustände (z.B. bei Osteoporose)

 

Nebenwirkungen

Die Niedrigfrequenz-Magnetfeldtherapie verursacht nach meiner Erfahrung keine dauerhaften gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen und ein Gewöhnungseffekt wird nicht beschrieben. Insbesondere zu Beginn der Magnetfeld-Therapieserie können aber in einigen Fällen Kribbelgefühle, Hitzewallungen, Körpermissempfindungen, Anregung des Kreislaufsystems mit „Herzrasen“, Befindlichkeitsstörungen ähnlich einem „Muskelkater“ oder vorübergehend eine leichte Zustandsverschlechterungen auftreten. Hierbei handelt es sich grundsätzlich um unspezifische Stoffwechselreaktionen während der MFT-Anfangsphase, die keinen Anlass zur Unterbrechung bzw. vorzeitigen Beendigung der Magnetfeldbehandlung geben sollten!

Die Magnetfeldtherapie wird  in meiner Praxis nicht angeboten bzw. gilt als  kontraindiziert bei: 

  • Patienten/-innen mit Herzschrittmacher oder anderen implantierten Elektrostimulatoren (z.B. SCS)          – Schwangerschaft                                                                                                         
  • bösartigen Neubildungen                                                                                                                          
  • Epilepsien oder anderen anfallsartigen Nervenerkrankungen                                                                     
  • Schilddrüsenüberfunktion (= Hyperthyreose)                                                                                             
  • Fieber, Sepsis, TBC, Mykosen im Anwendungsgebiet und anderen „aktiven“ Infektionskrankheiten.

 

Behandlungsablauf

Wir setzen die Magnetfeldtherapie in der Regel als Behandlungsserie von 9 oder 15 Sitzungen ein. Die Anwendungsdauer beträgt 25 min. pro Sitzung. Um einen möglichst optimalen Wirkeffekt erzielen zu können, sollten 3 – 5 Magnetfeldsitzungen pro Woche durchgeführt werden. Trinken Sie bitte im Vorfeld ausreichend (0,3 – 0,5 Liter); im „wässrigen Milieu“ kann mutmaßlich ein höherer MFT-Effekt erwartet werden (geringere Infektanfälligkeit, bessere Regulation des Verdauungstraktes, anti-arteriosklerotische Wirkung, intensivierte Nervenberuhigung, Entgiftung und Stoffwechselaktivierung). Die (elektro)magnetischen Kraftlinien sollen alle Körperteile, Knochen und Gewebe gleichmäßig durchdringen. Sie müssen sich nicht entkleiden, auch Gipsverbände sind kein Hindernis. Metallimplantate (z.B. Gelenkendoprothesen) gelten nicht als Kontraindikation für die pulsierende Niedrigfrequenz-Magnetfeldtherapie!                                                                                                                            

Hör- und andere elektronische Geräte (z.B. Handys, MP-Player u.ä.) müssen sicherheitshalber vor Beginn der Behandlung ausgeschaltet- und/oder –wenn möglich- außerhalb des einwirkenden Magnetfeldes deponiert werden. Auch Metall-Schmuck und Uhren sind im Vorfeld abzulegen!

Ein potentieller Behandlungserfolg ist im Grundsatz oft erst 1-3 Monate nach Beendigung der MFT-Behandlungsserie beurteilbar.

 

Behandlungskosten

Die Kosten für die Magnetfeldtherapie mit unserem MFT-Gerät richten sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild und den verwendeten Behandlungs-Applikatoren.

Eine MFT-Anwendung wird Ihnen im Rahmen der Gebührenordnung für Ärzte gemäß Position 555 mit 10,50€ – 14,70€ in Rechnung gestellt (= Gesamtkosten für 9-15 Sitzungen 94,50€ – 220,50€).

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten für die Magnetfeldtherapie nicht, bei einigen privaten Krankenversicherern werden die MFT-Kosten auf Antrag (zumindest teilweise) erstattet.

Praxis Dr. Jürgen Müller

Facharzt für Physikalische
und Rehabilitative Medizin,
Orthopädie, Chirotherapie,
Sportmedizin, Akupunktur,
Physikalische Therapie,
Naturheilverfahren

Brechtener Str. 57-59
44536 Lünen
Tel. (0231) – 288 920 40
Fax (0231) – 288 920 44

Sprechzeiten

Mo, Di, Do
8.00 – 12.00 Uhr  und 14.00 – 17.00 Uhr
Mi, Fr

8.00 – 13.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

 

www.dr-mueller-brambauer.de
info@dr-mueller-brambauer.de

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